Donnerstag, 18. September 2014

DIY-Donnerstag: Bilderrahmen als Kettenständer


Wer ein Outfit zusammenstellen möchte, muss klar vor Augen haben, welche Möglichkeiten er hat. Doch je mehr Kleidung, Schuhe, Schals oder Ketten wir haben, desto unübersichtlicher wird unser Bestand. Entweder man reduziert die Auswahl – eine sehr vernünftige, nachhaltige Lösung. Oder man schafft neue Präsentationsflächen. Ich habe mich unvernünftigerweise für die zweite Möglichkeit entschieden. Da meine Kettensammlung unaufhaltsam wächst, muss ein neuer Kettenständer her. Die meisten Schmuckaufbewahrungen sind jedoch unpraktisch: Sie sind zu niedrig, sodass die Ketten auf dem Tisch auftreffen oder man muss sie an die Wand hängen, was in manchen Wohnungen nicht immer möglich ist.Warum nicht einfach in den Baumarkt gehen und sich selbst etwas bauen?

Ich habe dafür einen Bilderrahmen vom Flohmarkt genommen, den ich noch etwas mit goldener und schwarzer Farbe bearbeitet habe. So bekommt er den shabby-look, ohne schäbig auszusehen. Wichtig ist, dass der Rahmen aus Holz ist, damit ihr nachher die Haken rein drehen könnt – bei Plastikrahmen werdet ihr nicht weit kommen!

Vorher (links) und Nachher (rechts). Mit Goldlack wurde die Farbe des Rahmens etwas aufgefrischt und mit schwarz schattiert. 
Jetzt braucht ihr offene Haken. Haken, die geschlossen sind, funktionieren zwar auch, sind aber unpraktisch. Die Ketten müssen dann immer geöffnet und geschlossen werden, wenn sie vom Haken genommen werden – viel zu zeitaufwendig. Ich habe für 16 Stück etwa 10 Euro bezahlt.




Zunächst misst man, wie lang die Seite des Rahmens ist, die man bearbeiten will. Dann teilt man diese Länge durch die Anzahl der Haken, die man hat. In meinem Fall ist der Rahmen etwa 41 cm und ich habe 16 Stück, also kommt etwa alle 2,5 cm ein Haken.


Ich habe einen größeren, geschlossenen Haken genommen, um die Löcher für die Kleinen „vorzubereiten“. Eine Schraube kann dafür auch genutzt werden. Das Gewinde muss nur ein bisschen größer sein, als das von den kleinen Haken. Man dreht den großen Haken bis zur Mitte ein, dreht ihn wieder raus. Nun kann die kleinere Schraube problemlos bis zum Anschlag eingedreht werden. Möchte man die kleinen Haken direkt einschrauben, gelangen sie meist gar nicht richtig ins Holz.





So sieht es aus wenn es fertig ist. Habt ihr auch schon mal Ohrring- oder Kettenständer gebaut? Wenn ja, lasst mir einen Link da! 

Mittwoch, 17. September 2014

Flohmarkt Haul #2

Auf kleinen Flohmärkten kann man gute Beute machen. Oftmals herrscht zwar der Irrglaube, die Wahrscheinlichkeit sei kleiner auf einem Mini-Flohmarkt Beute zu machen. Aber meist ist dort auch wenig los, sodass sich die Statistik wieder zu unseren Gunsten verhält. Ich sage mir immer, jeder Flohmarktbesuch lohnt sich, auch wenn ich nur ein einziges Teil mit nach Hause nehme. Wenn dieses Kleidungsstück sich als Glücksgriff erweisen sollte, welches du zu all deinen anderen Lieblingen kombinieren kannst und welches gleichzeitig schön, komfortabel ist und deinen Kleiderschrank vervollständigt, dann hat es sich doch gelohnt. Ich habe auf dem letzten kleinen Markt sogar drei schöne Sachen gefunden:



Kleidungsstück: 80ies Blazer
Marke:Keine
Flohmarkt-Preis: 5 Euro
Eindruck: gut bis mittel - die Wolle kratzt etwas durch, aber vom Aussehen her bin ich wirklich begeistert. Ich mag den Kragen und die Schultern wirklich sehr und das Tweet-Material hat sowas "chanel-liges"

Kleidungsstück: Ankle Boots
Marke: Zara
Flohmarkt-Preis: 13 Euro
Eindruck: Der alten Besitzerin passten die Schuhe leider von der Größe nicht - mir schon. Die Schuhe sind "Echt-Leder", daher ist der Preis mehr als gerecht. Der Verkäuferin tat es schon weh die Schuhe wegzugeben und mir tat es leid. Sie war wirklich nett! Hab selbst auch schon mal schöne Schuhe zu klein gekauft, die nun jemand anderem Freude bringen

Kleidungsstück: Budapester
Marke:Akira
Flohmarkt-Preis: 9 Euro
Eindruck: Diese Schuhe sind mir zwar zu groß, aber ich habe sie trotzdem mitgenommen. Und siehe da, es ist gar nicht schlimm. Sie sind ja auch zum Schnüren. Leder und in wunderbarem Zustand - ich bin happy!

Sonntag, 14. September 2014

Lissabon Teil 3: Lissabon Guide






Lissabon, das San Francisco von Europa, das bekannt ist für seine sieben Hügel, seine Straßenbahnen, die Brücke des 25.Aprils und seine bunten Kacheln. Besonders der morbide Charme der Stadt verzaubert seine Besucher und schreckt sie gleichzeitig ab. Es scheint fast so, als könne nur Lissabon es sich leisten, wenn das Gestrüpp aus den Häuserwänden wachst und der Putz abblättert – das macht die Stadt aus. Hier reihen sich Paläste an marode Bruchbuden als wäre es das Normalste von der Welt. Mich hat die Stadt beeindruckt und ich möchte mit euch teilen, was ich fernab des Reiseführers erlebt habe und was es zu beachten gilt.

Gärten

Obwohl eher Paris für seine schönen Gärten bekannt ist, kann Lissabon vollkommen mithalten. Besucher dieser (oftmals botanischen) Gärten fühlen sich fast wie im Dschungel. Palmen und Schlingpflanzen geben eine tolle Atmosphäre und ab und zu stolziert ein Pfau vorbei.

Im Gewächshaus im Parque Eduardo VII gibt es viele verwinkelte Ecken und zahlreiche Pflanzen


Ähnlich ist es auch in dem Gewächshaus im Parque Eduardo VII. Es kostet zwar ein bisschen Eintritt (2 €/08/2014) aber es lohnt sich. Man kann das Gewächshaus über mehrere Ebenen erkunden und hat von oben den optimalen (Über-)Blick.

Der Weg im Gewächshaus "Estufa Fría" führt immer eine Ebene höher.

Zu Empfehlen ist zudem der Garten vor der Basílika de Estrela. Der kleine Pavillon in der Mitte ist perfekt für Musikkonzerte, von denen wir auch eines erleben durften.

Der Jardím Botânico in der Nähe der großen Avenida da Liberdade hat eine Vielzahl an exotischen Bäumen, aber das Highlight liegt weiter hinten im Park. Dort ist ein Schmetterlingshaus, das sogenannte Borboletário. Wenn man Glück hat, werden die Falter zutraulich und setzen sich auf die Hände der Besucher. Allerdings sind vor allem orange-braune Schmetterlinge in dem Haus. Die Vielfalt lässt daher zu wünschen übrig.Vor dem Garten ist ein kleines Pop-Up Café aufgebaut, wo man günstig Espresso und Kaffee trinken kann.



Lecker und billig sind die kleinen, grünen Kaffee-Stände in den Lissabonner Parks (und manchen Miradouros). Ein normaler Kaffee kostet hier ein bis zwei Euro und ist so lecker wie in einem normalen Straßencafé. Mal werden in einem solchen Park-Café Törtchen, mal gebratene Toasts angeboten – beides zu guten Preisen und äußerst schmackhaft.


Schuhe

High Heels verboten: Flache Schuhe mit Profil sind die einzig wahren Schuhe für einen Lissabontrip. Bei sieben Hügeln läuft man viel bergab und bergauf. Das Profil ist überlebenswichtig, da die Pflastersteine in Lissabon mörderisch glatt sind. Eine falsche Bewegung und man legt sich zur Belustigung der Einheimischen lang.

Aussichtsplattformen

Die Stadt wimmelt nur so von den sogenannten „Miradouros“ und es lohnt sich auf diesen Aussichtsplattformen Rast zu machen, um die Aussicht zu genießen. Besonders schön sind die Sonnenuntergänge dort, denen man in großen Gruppen entgegenfiebert.

Aussichtsplattform hinter der Igreja de Sao Roque

Auch vom oberen Ende des Parque Eduardo VII hat man eine tolle Aussicht
Fado

Fado ist ja bekanntlich die Nationalmusik von Portugal. Restaurants, in denen die Fado-Musik gesungen wird, nehmen keinen Eintritt. Sie haben aber hohe Preise für Speis und Trank. Es ist auch nicht jedermanns Sache, dem wehmütigen Fado-Gesang den ganzen Abend zu lauschen. Ein Spaziergang am Abend durch das Viertel „Alfama“ wo der Fado zu Hause ist, kann eine günstige Alternative sein. Aus allen Kneipen tönen die Stimmen der Fado-Sängerinnen und man bekommt viele Interpretationen dieser Musikart mit, ohne einen Cent zu bezahlen.


Eine typische Ansicht des Viertels Alfama
Das Viertel ist für seine enge Gassen bekannt.


Strand

Möchte man zu einem richtigen Strand fahren, muss man schon in den Zug steigen. Direkt in der Stadt gibt es keinen Badestrand. Der nächste vernünftige Strand in Carcavelos ist etwa 20 Minuten entfernt, so sollte neben den Badesachen auch etwas Geduld eingepackt werden.

Diebe

In Lissabon wird man oftmals auf Taschendiebe aufmerksam gemacht, die dort ihr Unwesen treiben sollen – von dem Reiseführer, Internetseiten und sogar oftmals den Lissabonnern selbst, die noch am betroffensten sind. Taschen mit Reißverschlüssen und festen Riemen sind daher ratsam.

Essen

Südlich der Haltestelle Rossio liegt das Viertel der Restaurants. Hier bekommt man garantiert etwas zu essen – wird aber an jedem Restaurant bequatscht, man solle doch reinkommen. Bei uns war es in der Straße „Rua das Portas de Santo Antão“, die laut mehreren Online-Reiseführern bekannt ist für ihre Fischrestaurants. Sich hier in Ruhe für ein Lokal zu entscheiden ist schier unmöglich, da davor Kellner stehen, die fast schon aggressiv versuchen Kunden anzuwerben. Uns ist ein Kellner fast bis zum Ende der Straße gefolgt. Man sollte sich vor dem Betreten dieser Straße fragen, ob man darauf Lust hat.

Wart ihr schon mal in Lissabon? Wenn ja, was hat euch am besten gefallen?







Donnerstag, 11. September 2014

Lissabon Teil 2: Lissabon Shopping Tipps

In der portugiesischen Hauptstadt kann man sein Geld auf viele Arten und Weisen loswerden. Einkaufen ist eine davon. Neben den typischen Geschäften der Intidex-Gruppe, wie Zara (um die 5 bis 10 Euro günstiger als in Deutschland), Mango, Stradivarius und Co finden sich in Lissabon viele kleine Geschäfte, die einen Blick wert sind. Wer keine Lust auf den Einheitsbrei der Fast-Fashion Ketten hat, findet hier ein paar Adressen. Alle (Preis-)Angaben ohne Gewähr!


New Waste – Upcycling for you

Rua da Prata 206 – Baixa

Hipp(st)er und günstiger Upcycling-Laden in Baixa. Die Stoffe der Kleidungsstücke, die hier ein zweites Leben bekommen, stammen vermutlich aus den 80er und 90er Jahren. Hier lohnt es sich, auch nur zum Gucken und Ideen sammeln zu kommen. Der Laden zeigt einem tausend Möglichkeiten, wie man alte Klamotten umnähen kann. Die Preise liegen um die 20 Euro, sodass der Laden locker mit Fast Fashion Ketten mithalten kann. Es lohnt sich auf der Facebook-Seite vorbeizuschauen, auf der immer wieder neue Looks und Kleidungsstücke inklusive Preisangaben gezeigt werden.





El Dorado

Street Rua do Norte 23

Etwas überteuerter, aber klassischer Vintage-Laden im Bairro Alto. Einige Teile sind von der Marke „Kling“. Obwohl sie gebraucht sind, werden sie trotzdem zu Neuwaren-Preisen angeboten. Das eine oder andere schöne Vintage-Teil lässt sich nach einer intensiveren Suche trotzdem finden. Preise liegen so um die 40 bis 130 Euro. Wird sogar von dem bekannten Reiseführer „Lonely Planet“ empfohlen: http://www.lonelyplanet.com/portugal/lisbon/shopping/fashion-accessories/el-dorado


 


Flohmarkt „Feira da Ladra“

Der sogenannte „Markt der Diebin“ steht in wirklich jedem Reiseführer, auf jeder Internetseite und auf jedem Reiseblog. Leider ist dies auch der einzige Flohmarkt, den man auf Anhieb findet. Hier wühlen sich viele Einheimische durch Haufen an Kleidung, Ramsch und Antikem. Leider sind hier auch viele Händler vertreten, was oftmals bedeutet, dass man nicht unbedingt Schnäppchen machen kann. Die Kunsthandwerker, die hier Schmuck anbieten, sind da schon interessanter. Jeden Samstag und Dienstag ist am Campo de Santa Clara beschäftigtes Treiben.




Amores de Tóquio

Mercado de Santa Clara 19

Der kleine Upcycling- und Handmade-Store versteckt sich am Campo de Santa Clara, wo ab und zu auch der berühmte Flohmarkt „Feira da Ladra“ stattfindet. Hier besticht nicht nur die farbenfrohe und vintage-lastige Einrichtung, sondern vor allem die außergewöhnliche Kleidung. Viel im Stile der Sechziger, weibliche Kleider und Upcycling-Stücke findet der Kunde beim Stöbern. Immer mit dem gewissen Extra. Vor allem die selbst gemachten Accessoires sind echte Unikate. Ketten kosten um die 28 Euro, Kleidungsstücken können 50 bis etwa 150 Euro kosten. Ohrringe gibt es auch schon für 8 Euro.





Ás de Espadas – vintage store and more

Calçada do Carmo 42

Klassischer, schöner Vintage-Laden mit größerer Ecke für Herren. Leider findet der Käufer in diesem Shop viel von dem früher so beliebten Polyester-Stoffen. Die können schnell unbeliebte Schweißflecke verursachen und sind meistens unangenehm auf der Haut. Ausgefallen sind die Teile allemal und die Accessoirs und Hüte sind ein Must-See. Die Preise sind auch nicht so überteuert, wie im El Dorado.





LISBOAaoCARMO

Calçada do Carmo 26

Direkt neben dem Vintage-Shop „Ás de Espadas“ liegt der bunte Laden „Lisboa ao Carmo“. Hier werden für alle Lissabon-Liebhaber T-shirts und Mitbringsel mit typischen Bildern aus der portugiesischen Hauptstadt verkauft. Seien es die berühmten Kacheln, Fado-Frauen oder die Brücke des 25. April – hier findet man bestimmt ein tolles und/oder tragbares Souvenir. Sehr „Urban-Street Art“ und gar nicht mal so teuer mit beispielsweise 17 Euro pro Shirt.






Real Slow Retail Concept Store

Praça do Príncipe Real 20

Sophisticated – das erste Wort, das einem bei diesem Laden in den Sinn kommt. In einer kleinen Halle sind mehrere Designer vertreten, die Kleidung, Schuhe, Schmuck. Sonnenbrillen und weitere Kleinigkeiten verkaufen. Die Materialien der (meisten) Designer sind interessant und erscheinen hochwertig. Sehr stylish sind vor allem die bunt verspiegelten Sonnenbrillen von Mr. Boho Portugal. Alles ist preislich nicht ganz billig. Zwischendurch gibt es immer mal etwas Günstiges, das gefallen könnte. Wenn man genug vom Gucken hat, muss man nicht erst lange suchen – man kann direkt in dem hauseigenen Café etwas essen und trinken.


 

Violeta My Stone

Rua Almirante Pessanha 12

In der Nähe der berühmten Klosterruine Largo do Carmo liegt der kleine Schmuckladen „Violeta My Stone“. Hierbei ist nicht nur das Corporate Design mit der Kombination aus sattem Lila und goldener Schrift entzückend, sondern auch die Schmuckstücke. Vor allem die übermäßig verwendeten Kristallsteine sind zugleich modern und romantisch verarbeitet. Der Laden ist sehr klein, dafür übersichtlich. Die Preise variieren, sind zum Teil für so schönen Schmuck wirklich bezahlbar.





Arcádia – Casa do Chocolate

Largo Trindade Coelho 11

Bevor man diesen Laden sieht, riecht man ihn. Denn der leckere Schokoladengeruch breitet sich auf der ganzen Straße aus und lockt viele ahnungslose Passanten in das Geschäft. Die werden zunächst von den stolzen Preisen abgeschreckt, doch für eine kleine Schokoladenstange im Wert von 2,50 Euro reicht das Reisebudget allemal. Es gibt mehrere dieser „Schokoladen-Fallen“ in ganz Lissabon. Mehr erfährt man auf der Internetseite.






Habt ihr auch schon schöne Geschäfte in Lissabon gefunden? Dann gebt mir Bescheid und ich ergänze die Liste!