Montag, 2. April 2012

Hörbuch Rezension: Lieblingsstücke von Susanne Fröhlich


 

Susanne Fröhlich – Lieblingsstücke – der ganz normale Wahnsinn im Leben einer Frau


Andrea Schnidt wirkt zunächst wie eine Desperate Housewife mit überflüssigen Problemen (Anwaltsgattin mit zwei Kindern), doch sie entwickelt sich im Laufe der Geschichte zur wahren Identifikationsfigur, deren Gedanken man oft nur zu gut nachvollziehen kann.

Wie man schon zu Anfang erfährt, führt Andrea ein kleines, steuerlich nicht ganz korrekt geführtes Ebay-Unternehmen im Keller, neben ihrer Anstellung als Hausfrau und Mutter.


Dabei hat Andrea nicht nur mit ihrer pubertierenden Tochter, einer esotherik-bessenen Freundin und natürlich dem Gewerbeaufsichtsamt zu Kämpfen. Zusätzlich steht auch noch ihr Vater vor der Tür und will bei ihr einziehen.
Andrea ist dabei so herrlich unperfekt und liebeswert und wirkt somit wie Gegengift für die Hochglanz-Heidis und von der Leyens, die uns Otto-Normal-Frauen das Leben schwer machen.

Durch ihre anschauliche, witzig-böse und abwechslungsreiche Schreibe verzeiht man Susanne Fröhlich auch den ein oder anderen Schnitzer, wenn sie beispielsweise eine Metapher extra noch einmal betonen muss, anstatt dem Leser zuzutrauen, sie selbst zu erkennen. 


Ich persönlich bin schon auf der Suche nach dem nächsten Hörbuch dieser Autorin

Kommentare:

  1. Wie findest du den Unterschied von nem Hörbuch zu nem normalen Buch?
    Kommt man da überhaupt mit. ich fidne es immer leichter etwas zu lesen und beim zuhören schweife ich immer ab....

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. ich finde es eigentlich einfacher ein Hörbuch zu rezipieren, da kann man nebenbei noch etwas machen und alles um sich herum hört man nicht mehr (in Bus oder Bahn sehr praktisch). Es ist das wichtig das der Autor/ die Autorin eine schöne, einzigartige Stimme hat und diese für jeden Charakter, der in dem Buch vorkommt, etwas verstellt :)

      Löschen